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Ende und Anfang
Hermynia zur Mühlen

Erinnerungsbuch.
Vorwort vom Zur-Mühlen-Biographen Manfred Altner.
20 x 13 cm; broschiert;

2001
200 Seiten
ISBN: 3-901960-09-0
Preis: 16,- € / 24,- Sfr

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Das Buch
Das Interesse an der lange Zeit weitgehend vergessenen österreichischen sozialistischen Schriftstellerin aus hochadeligem Hause, Hermynia zur Mühlen ("die rote Gräfin"), ist im letzten Jahrzehnt, nicht zuletzt durch Karl-Markus Gauß' Porträt in seinem Buch "Tinte ist bitter", wieder erneut entfacht. Nach dem Erzählband "Fahrt ins Licht", einer Neuauflage ihrer Erzählungen, vor zwei Jahren bringt Sisyphus nun eine Neuauflage ihres Erinnerungsbuches "Ende und Anfang". In diesem Buch, das 1929 erstmals im Samuel Fischer Verlag erschien und in mehrere Sprachen übersetzt wurde, schildert zur Mühlen ihre Kindheit im KuK-Hofadel, ihre zahlreichen Reisen mit ihrem Vater, der Diplomat war, ihre Zeit als Frau eines Gutsbesitzers in Litauen, ihren Hader mit der Ungerechtigkeit der Verteilung des Reichtums in der Welt, ihre Zeit als Tuberkulosekranke im Sanatorium von Davos und schließlich ihren freiwilligen Austritt aus ihrer privilegierten Klasse und ihre ersten Schritte als freie Schriftstellerin, Publizistin und Übersetzerin.

Leseprobe


Hermynia zur Mühlen

geb. 1883 als Hermynia de Crenneville in Wien, gestorben 1951 in Radlett/England.
1907 Heirat mit einem baltischen Grafen, 1919 Übersiedlung nach Berlin, seit 1921 Publizistin, Übersetzerin aus dem Russischen, Französischen und Englischen (u. a. des Gesamtwerks von Upton Sinclair), Autorin von Märchen, Kinder- und Jugendbüchern, Kriminalromanen, sozialistisch und antfaschistisch engagierter Gesellschaftsromanen und von Kurzgeschichten; 1933 Rückkehr nach Wien, 1938 Emigration in die Slowakei, dann nach England, wo sie ihre Bücher in englischer Sprache schreibt; nach dem Krieg wollte sie nach Wien zurückkehren, wurde aber (wie viele Exilautoren) von der herrschenden Kulturlobby bekämpft.
Wichtigste Werke: »Ende und Anfang« (1929, Erinnerungsbuch); »Unsere Töchter, die Nazinen« (1935, Roman); »Die Fahrt ins Licht« (1936, Erzählungen); »We Poor Shadows« (1944, Exilantenroman); »Came the Stranger« (1946 Roman; 1947 und 1996 deutschssprachige Fassung: »Als der Fremde kam«); »Kleine Geschichten von großen Dichtern« (1944, Prosaminiaturen über vergessene sowie von den Nazis ideologisch mißbrauchte österreichische Dichter wie Ferdinand Sauter, Jakob Julius David, Grillparzer oder Stifter).