Basic Reality
Ludwig Roman Fleischer
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Ludwig Roman Fleischer
Erzählungen.
broschiert; 19 x 12; ISBN:
2002
110 Seiten
ISBN: 3-901960-16-3
Preis: 11,- € / 17,50 Sfr
broschiert; 19 x 12; ISBN:
2002
110 Seiten
ISBN: 3-901960-16-3
Preis: 11,- € / 17,50 Sfr
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In seinem neuen Erzählband befasst sich der Autor mit den Wirkungsweisen virtueller Wirklichkeit, der Realität des Irrealen also.
Die Titelgeschichte schildert eine Entwicklung vom biederen Computerspieler zum verdreckten und verlausten Homo Neanderthalensis, der – bis zu den Waden in den eigenen Exkrementen – an seiner Playstation virtuelle Todesarten an sich erprobt, bis er tatsächlich stirbt.
Gleich zu Anfang widmete er sich dem Geburtspaket Basic Cyberbirth, erlebte die eigene Geburt normal, als Zwilling, per Kaiserschnitt, mit Zange und Saugglocke, erlebte sie als seine eigene Mutter, erlebte ein Dutzend verschiedener Zeugungsakte, erlebte sich als Ejakulat, als Spermie und Zygote, erlebte eine auf zwölf markante Phasen reduzierte Schwangerschaft; er lernte, wie einem Fötus bei der Abtreibung, einem Baby an der Mutterbrust zumute ist, einem Baby, das gewickelt wird, einem Baby, das durch den ersten Schritt zum Kleinkind, durch das erste Wort zum User wird.
Vitalin Sub ist ein Mittel, das „ewiges Leben“ verheißt und ein ganzes Gebirgstal in den Ruin stürzt, da man vor lauter Sorge um die Zukunft auf die Bedürfnisse der Gegenwart vergisst. In Das Tauschgesicht bestellt sich der Protagonist bei einer Agentur ein neues Gesicht, mit dem er aber letztlich noch unzufriedener ist als mit dem alten, weshalb er dessen nunmehrigem Besitzer nachstellt, der damit attraktiv und erfolgreich geworden ist. Verwandtschaftstreffen im Klonmilieu, der vollprivatisierte Staat, der an die Börse gegan-gen ist, Zeitreisen im Reality TV, virtuelle Politiker: Ein satirisches Panoptikum, in dem das Unmögliche zum Wohlvertrauten und das Ungeheuerliche zum Anheimelnden wird.
Leseprobe
Ludwig Roman Fleischer
Geboren am 17. September 1952 in Wien, Matura 1971, danach Telephonist, Laborant, Chauffeur, Nachtwächter, Kinderbetreuer, Bankangestellter, Plakatkleber, Student der Anglistik und der Philosophie. 1979 bis 1982 Universitätsassistent für amerikanische Literatur in Wien, seit 1977 Lehrer. Nebenbei 1983 bis 1985 Amateurschauspieler bei der Gruppe Shake-Scene, Folkmusiker (1984 LP BAKADI, diverse Auftritte in Clubs und Cafes). Verheiratet, seit 1992 Vater eines Sohnes. Leitet seit 1996 eine Schreibwerkstatt an der Drogentherapiestation Mödling, Herausgabe zweier Anthologien der dabei entstandenen Patiententexte.
Ab 1986 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und im ORF, 1990 Ernst Willner-Preis beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb, 1991 Buchprämie des Bmin für Unterricht und Kunst, 1992 Übersetzerprämie des Bmin f. Unterricht und Kunst, 1997 Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates Köln, 2000 Dritter Platz beim Haidhausener Werkstattpreis München.
