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Glück ohne Ruh
Ludwig Roman Fleischer

Liebesgeschichten

broschiert; 12 x 19 cm;

2003
136 Seiten
ISBN: 3-901960-22-8
Preis: 14,- €

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Das Buch

Was alles kann Liebe sein? Sünde? Sühne? Sehnsucht? Sex? Glück ohne Ruh nannte sie Goethe. In seinen zum Teil satirischen, tragischen oder tragikomischen Romanzen wird sie bei L.R. Fleischer eher zum Unglück ohne Ruh. Menschen lieben an einander vorbei, lieben ihre fantasievollen Projektionen und tun in der Liebe, was Menschen letztlich in allem tun: sie scheitern. Der Nebelprinz lernt bei Zigeunern lieben, knapp bevor diese von den Nazischergen verschleppt und umgebracht werden. Seine Kälte kam zu früh, seine Liebe kommt zu spät. Rotoletto, der feurigste aller Prediger der Lagune, ruiniert um einer eingebildeten Liebe wegen seine Priesterkarriere und schlägt sich fortan als Bauchredner durch, mit einem kleinen Kobold, der seine weihevollen Liebesphrasen zu Zoten umformt. In Die Rettung vermeint ein inbrünstiger Christ, seine Schwester, die nach einem Selbstmordversuch zwischen Leben und Tod schwebt, vor dem „ewigen Tod" zu bewahren, indem er sie umbringt. In Trompeter Gabriel führt die Auffindung eines alten Fotos zum Absterben einer langjährigen Liebe. Die Liebe macht aus der bigotten Jungfer Marilena eine Gunstgewerblerin, aus ihrem zügellosen Liebhaber einen Mönch. Nur Die Rose und ihre Dornen hat eine Art Happy-End: Der Held gründet mit einer ehemaligen Prostituierten eine Familie. Ist Liebe also immer zum Scheitern verurteilt? Ja, lautet die Botschaft, aber nirgendwo scheitert der Mensch glorreicher als in der Liebe.



Leseprobe


Ludwig Roman Fleischer

Geboren am 17. September 1952 in Wien, Matura 1971, danach Telephonist, Laborant, Chauffeur, Nachtwächter, Kinderbetreuer, Bankangestellter, Plakatkleber, Student der Anglistik und der Philosophie. 1979 bis 1982 Universitätsassistent für amerikanische Literatur in Wien, seit 1977 Lehrer. Nebenbei 1983 bis 1985 Amateurschauspieler bei der Gruppe Shake-Scene, Folkmusiker (1984 LP BAKADI, diverse Auftritte in Clubs und Cafes). Verheiratet, seit 1992 Vater eines Sohnes. Leitet seit 1996 eine Schreibwerkstatt an der Drogentherapiestation Mödling, Herausgabe zweier Anthologien der dabei entstandenen Patiententexte.


Ab 1986 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und im ORF, 1990 Ernst Willner-Preis beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb, 1991 Buchprämie des Bmin für Unterricht und Kunst, 1992 Übersetzerprämie des Bmin f. Unterricht und Kunst, 1997 Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates Köln, 2000 Dritter Platz beim Haidhausener Werkstattpreis München.