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Hellebard, der 68er oder Die Biegungen der ersten Person
Ludwig Roman Fleischer

Roman
12 x 19, broschiert

1993
322 Seiten
ISBN: 3-9500149-2-6
Preis: 14,60 € / 22,- Sfr

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Das Buch
Ende der Siebziger Jahre: Die Achtundsechziger sind zu Alternativen gealtert, linke Utopien zeigen Verschleißerscheinungen, der sonderbare Sieg von Kapitalismus und Kleinbürgertum zeichnet sich ab.
Roman Hellebard, alternder Achtundsechziger in den mittleren Jahren, ist gerade dabei, endgültig aus seinem Traum von freier Liebe und ewiger Jugend hinauszufallen und sucht sein Lebensglück im Niemandsland zwischen Idealität und Realität.
Seine Ehe besteht auf geduldigem Papier, seine Dreiecksbeziehung zerbricht, als die Geliebte eine Abtreibung vomehmen läßt, eine konventionelle Zweierbeziehung scheitert, weil Hellebard sich zunächst nicht als Vater bekennt, sodann sein eigenes Kind entführt und ins Gefängnis kommt. Schließlich wird Hellebard in Calabrien, der Heimat seines Vaters, in eine tödliche Vendetta verwickelt und an eine psychiatrische Klinik gebracht, wo er als Therapie einen schriftlichen Bericht verfassen soll, um »wieder zu lernen, wie man die erste Person verwendet«

Leseprobe


Ludwig Roman Fleischer

Geboren am 17. September 1952 in Wien, Matura 1971, danach Telephonist, Laborant, Chauffeur, Nachtwächter, Kinderbetreuer, Bankangestellter, Plakatkleber, Student der Anglistik und der Philosophie. 1979 bis 1982 Universitätsassistent für amerikanische Literatur in Wien, seit 1977 Lehrer. Nebenbei 1983 bis 1985 Amateurschauspieler bei der Gruppe Shake-Scene, Folkmusiker (1984 LP BAKADI, diverse Auftritte in Clubs und Cafes). Verheiratet, seit 1992 Vater eines Sohnes. Leitet seit 1996 eine Schreibwerkstatt an der Drogentherapiestation Mödling, Herausgabe zweier Anthologien der dabei entstandenen Patiententexte.


Ab 1986 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und im ORF, 1990 Ernst Willner-Preis beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb, 1991 Buchprämie des Bmin für Unterricht und Kunst, 1992 Übersetzerprämie des Bmin f. Unterricht und Kunst, 1997 Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates Köln, 2000 Dritter Platz beim Haidhausener Werkstattpreis München.