Letzte Weihnachten
Ludwig Roman Fleischer
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Ludwig Roman Fleischer
Weihnachtsgeschichten,
12,5 x 19,5, broschiert.
2000
106 Seiten
ISBN: 3-901960-04-X
Preis: 10,- € / 15,- Sfr
12,5 x 19,5, broschiert.
2000
106 Seiten
ISBN: 3-901960-04-X
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Das „unbewegliche Fest" übt auf den Autor eine Faszination aus, die sich schon in seinem Weihnachts-Erzählband Herbergsuche (Sisyphus, 1995) manifestiert hat. War es damals ein Spiel mit umgebrochenen Weihnachtsmythen, so praktiziert Fleischer diesmal einen absurden Realismus: Die Protagonisten sind obdachlose Puppenhändler, alkoholische Nikoläuse, chemisch programmierte Gebärerinnen von Millenniums-Babys, Computerspieler, die sich die Web-Christian-Version mit Erlöserfötus in XX-Ausführung laden, oder Jee-Cee als Immigrantenbalg, die Alten auf kanakisch, Gorenje oder Tutsi gestylt. Klar, daß dabei für Betulichkeiten wie die rituelle Beklagung des Weihnachtsgeistverlustes kein Platz ist, aber Das Leben ist lang und kurz ist der Advent.
Leseprobe
Ludwig Roman Fleischer
Geboren am 17. September 1952 in Wien, Matura 1971, danach Telephonist, Laborant, Chauffeur, Nachtwächter, Kinderbetreuer, Bankangestellter, Plakatkleber, Student der Anglistik und der Philosophie. 1979 bis 1982 Universitätsassistent für amerikanische Literatur in Wien, seit 1977 Lehrer. Nebenbei 1983 bis 1985 Amateurschauspieler bei der Gruppe Shake-Scene, Folkmusiker (1984 LP BAKADI, diverse Auftritte in Clubs und Cafes). Verheiratet, seit 1992 Vater eines Sohnes. Leitet seit 1996 eine Schreibwerkstatt an der Drogentherapiestation Mödling, Herausgabe zweier Anthologien der dabei entstandenen Patiententexte.
Ab 1986 Veröffentlichungen in Zeitschriften, Anthologien und im ORF, 1990 Ernst Willner-Preis beim Ingeborg Bachmann-Wettbewerb, 1991 Buchprämie des Bmin für Unterricht und Kunst, 1992 Übersetzerprämie des Bmin f. Unterricht und Kunst, 1997 Erzählerpreis des Ostdeutschen Kulturrates Köln, 2000 Dritter Platz beim Haidhausener Werkstattpreis München.
